
Keynote Speaker für KI, Digitalisierung und Kommunikation.
Ich rede mit den Menschen im Saal, nicht über sie. Vor 300 Leuten heisst das primär: Kontakt halten, auf den Raum reagieren. In kleineren Runden wird es auf Wunsch workshoplastiger.
Von mir kriegen Sie kein Product Placement, keine Trendlisten, keine achtzig Charts und Stockfotos. Sie bekommen 25 Jahre Erfahrung, komplizierte Sachverhalte zu verdichten, ohne sie zu verfälschen – gewürzt mit zehn Jahren Erfahrung als Theaterautor, Dramaturg und Dozent.
Eine Auswahl meiner bisherigen Auftraggeber finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Neben Keynotes biete ich auch Moderationen und Workshops zu meinen Kernthemen an. Fragen Sie einfach nach - ich antworte Ihnen ehrlich, ob ich der Richtige für Ihr Event bin oder nicht.
Keynotes von 10 bis 90 Minuten.
Moderationen und Panels
Durchführung vor Ort, hybrid oder digital
Deutsch und Englisch auf Anfrage
Für Konferenzen, Leadership-Formate, Kundenevents und Teams

Ein Sprachmodell widerspricht Ihnen selten. Es hat gelernt zuzustimmen. Wer es wie eine Suchmaschine behandelt, der man Befehle erteilt, bekommt genau das: Befolgung in glattem Deutsch, ohne einen Gedanken, den man nicht schon hatte. Die Enttäuschung danach gilt der Technologie. Verdient hätte sie die Bedienung.
Was hilft, ist Regie. Wer spricht hier, zu wem, in welcher Rolle, gegen welchen Widerstand. Handwerk aus dem Theater, angewandt auf Wissensarbeit. Ich bin Coach für eine Methode dazu und erkläre sie hier so, dass Sie sie anwenden können.
Im zweiten Teil wird es unbequemer. KI verändert Berufe, und sie verändert Begriffe, die wir bisher für selbstverständlich menschlich hielten: Wissen, Intelligenz, Kreativität, Kommunikation, Beziehung. Belastbare Antworten darauf, wie das ausgeht, gibt es nicht. Hype und Verunsicherung sind trotzdem laut. Das auseinanderzuhalten ist die eigentliche Arbeit.

Die nachhaltigste Anwendung ist die, die nicht gebaut wird. Wer Digitalprojekte bewerten lässt, bekommt fast immer dieselbe Einschätzung: hohe Wirkung. Belegen kann es kaum jemand. Eine Lösung, die läuft und niemandem nützt, ist teurer als eine, die nie gestartet wurde.
Ich habe Piloten gesehen, die nach der Förderung verschwanden, und solche, aus denen Produkte wurden, die heute noch erfolgreich laufen. Der Unterschied liegt fast nie bei der Technik. Er liegt bei Zuständigkeiten, Datenbesitz und der Frage, die zu selten gestellt wird: wozu machen wir das eigentlich — und wem nützt es langfristig, ausser uns?
Bevor Sie Geld für eine App ausgeben, lassen Sie sich das Projekt von einem Sprachmodell ausreden. Schafft es das nicht, bauen Sie es.
Impulsivität gründet Unternehmen – führt sie aber nicht unbedingt gern. Was die Forschung zu ADHS hergibt, ist unromantischer als die Rede von der heimlichen Superkraft: Die Stärken sind real. Sie sind aber nicht überall gleich viel wert. Viele Wege gleichzeitig sehen: dafür sind ADHS-Hirne gebaut. Bei einem bleiben, während drei bessere Optionen winken: machbar, aber teuer bezahlt.
Damit wird aus einer Fürsorgefrage eine Zuteilungsfrage. Solche Köpfe gehören an den Anfang und in die Dramaturgie von Prozessen: dorthin, wo Muster erkannt werden müssen, bevor sie sich belegen lassen. In der Verwaltung von Gleichförmigem geht ihre Kraft in den Widerstand statt in die Arbeit.
Die Weichen dafür werden früh gestellt. Wer die Diagnose spät bekommt, hat vorher zwanzig Jahre gelernt, dass er selbst das Problem ist.

Das gebrochene Versprechen der digitalen Stadt: Von smarter und nicht so smarter Transformation
Ein Sensornetzwerk über drei Länder zu spannen, war das kleinere Problem. Das grössere stand nicht im Projektplan: Wem gehören die Daten, wer zahlt den Betrieb, wenn das Pilotgeld weg ist, welche Stelle gibt dafür ein Stück Deutungshoheit ab. Als Co-Geschäftsführer eines regionalen Digitalisierungsvereins und als Entwickler eigener Projekte habe ich beide Seiten gesehen: die, die Kollaboration beschliesst, und die, die sie umsetzen soll. Kaum etwas scheiterte an Technologie. Es scheiterte an Organisationen, die Kollaborationspapiere unterschreiben und danach weiterarbeiten wie vorher — weil intern befördert wird, wer ein Projekt allein durchgebracht hat.
Das betrifft nicht nur Verwaltungen: Wer Türen baut, Netze betreibt oder Flächen entwickelt, liefert längst Infrastruktur, die Daten erzeugt.
KI verschärft das eher noch. Antworten sind billiger geworden. Die richtige Frage und die Fähigkeit, etwas tatsächlich zu betreiben, nicht. Welche Tür könnten Sie aufstossen — und wem nützt das ausser Ihnen?


